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die bewegung der antillen unter der schädeldecke. junge rumäniendeutsche lyrik zwischen 1975 und 1980. Eine (historische) Anthologie
herausgegeben von Walter Fromm. Erweiterte, kritische Neuauflage 2022. mit einem einleitenden Essay von Prof. Dr. Waldemar Fromm
und einer soziokulturellen Kontextualisierung von Prof. Dr. Anton Sterbling.Reihe Lyrik Bd. 171 . 128 S., 978-3-86356-350-9, €[D] 23,00.
Vor drei Jahren hat der Zufall die Wege des siebenbürgisch-deutschen Romanschriftstellers Eginald Schlattner und des rumänischen Politikwissenschaftlers Radu Carp gekreuzt – eine Begegnung, aus der ein Interviewband hervorging, der 2018 zunächst in Bukarest auf
Zu Holdger Plattas Lyrikband „Ruhmesblätter mit Linsengericht“. HdS stellt hiermit die erste Buchbesprechung von „Ruhmesblätter mit Linsengericht“ vor, dem Gedichte-Zyklus, der vor wenigen Wochen im Ludwigsburger Pop-Verlag erschien. Es handelt sich um einen Rückblick vor allem auf die Fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, auf ein Jahrzehnt, das noch aufs stärkste geprägt war vom „Beschweigen“ und Verdrängenwollen dessen, was während des Dritten Reichs in Deutschland geschah.
Mit der Wahrnehmungsfähigkeit eines Kindes und mit dem Wissen des Erwachsenen beschwören diese Gedichte persönliche und politische
PH Gruner: Drei Frauen. Novelle. Reihe Epik . Bd. 132, 242 Seiten, ISBN 978-3-86356-368-4; €[D]19,50

Nicht Zuneigung, nicht Faible, nicht Faszination, nein: Liebe. Es gibt sie nicht nur einmal im Leben. Aber wie ist es, wenn es sie zwar mehrfach gibt, jedoch nicht angenehm dosiert, also hübsch nacheinander, sondern zeitgleich?
Richard Wagner | Werner Söllner | Rolf Bossert | Franz Hodjak | William Totok | Hellmut Seiler | Klaus Hensel | Horst Samson | Helmut Britz | Johann Lippet  Diese Anthologie ist ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass sich in der kleinen deutschsprachigen Literatur Rumäniens in den 1960er und 1970er Jahren ein Maß an Weltläufigkeit und Modernität herauszubilden begann, das heute zur markanten Bereicherung der literarischen Vielstimmigkeit in Deutschland beiträgt. Das zeigen Werke, die nach 1989 erschienen sind: Sie verweisen auf Emigration, Unbehaustheit und eine doppelte Fremdheit – „Angekommen wie nicht da“ lautet ein Titel von Herta Müller – innerhalb des Erfahrungshaushalts Deutschlands. (Waldemar Fromm, 2022)

Der Aussiedlungsprozess der Deutschen aus Rumänien und der meisten rumäniendeutschen Schriftsteller, Künstler und Intellektuellen findet sich von dieser Literatur merkwürdig begleitet und zugleich vielfach gebrochen gespiegelt und in gewisser Weise auch vorweggenommen. (Anton Sterbling, 2022)

Persönlich wünschte ich mir eine noch ein- deutiger engagierte oder gar militante Sub- jektivität. Verfolgt man jedoch die jüngste Lyrikproduktion aufmerksam, so lässt sich leicht feststellen, dass sie nicht selten ins private Abseits abdriftet, belanglose Innerlichkeit zutage fördert und Gesellschaftliches wegdrückt. Dann wird leider nur noch festgestellt, aber nicht mehr gefragt, der Zustand wird hingenommen, aber nicht mehr angezweifelt etc., etc. Selbstverschuldetes Abseits wäre das Ergebnis, eine vielversprechende literarische Bewegung fände ein frühzeitiges Ende. Dem vorzubeugen, mag dieses Buch auch beitragen. (Walter Fromm, 1980)

 

Rumänisch veröffentlicht wurde und nun auch übertragen vorliegt – trotz aller Vorbehalte des Autors, dessen Muttersprache selbstverständlich Deutsch ist und dem es abwegig erschien, quasi „rückübersetzt“ zu werden. In diesem umfänglichen Dialog kommt Eginald Schlattner auf bisher wenig bekannte Facetten seines bewegten Lebens zu sprechen, da er ausführlich auf sein theologisches Wirken als evangelischer Pfarrer und Gefängnispfarrer in Siebenbürgen eingeht; er fächert aber auch eine Fülle historischer Details auf, die sein Einzelschicksal in den Kontext der politischen und menschlichen Katastrophen des 20. Jahrhunderts einbetten, denen auch dieser südosteuropäische Landstrich alles andere als spurlos ausgesetzt war. So fügt sich fast beiläufig, nämlich in zwanglosem Plauderton, nicht nur eine bewegende Autobiografie, sondern auch ein spannendes Gesellschaftspanorama zusammen, das sowohl die positiven als auch die problematischen Aspekte des Zusammenlebens unterschiedlichster Ethnien mit ihrer jeweiligen politischen, sozialen, kulturellen, sprachlichen und religiösen Prägung vermittelt. Nicht zuletzt also erschließt dieser Interviewband den Hintergrund der in der deutschen Öffentlichkeit viel beachteten Romane Eginald Schlattners – Der geköpfte Hahn, Rote Handschuhe, Das Klavier im Nebel, Wasserzeichen – und bietet eine in mancher Hinsicht erhellende Lektüre.
Erinnerungen an diese Zeiten gleichermaßen herauf. Geschrieben hat diese Buchbesprechung Ulrike Spurgat, die ganz ersichtlich diese Zeiten aus eigener Erfahrung kennt und mit großer Kompetenz und spürbarer Sensibilität zu erfassen vermag, was Holdger Platta mit diesen Lyrik-Band wiedervergegenwärtigen wollte: Menschen und Zeiten, die sich den Unmenschlichkeiten der eigenen Vorgeschichte nur unzureichend zu stellen vermochten – wenn überhaupt. Rezension: Ulrike Spurgat(weiterlesen)
24.10.2022: WAZ, Kindheit in Mülheim. Erzählgedichte zu den Nachkriegsjahren. Von Andrea Müller. Es ist schon eine Weile her, dass Holdger Platta in Mülheim wohnte. 1945 kam er als Einjähriger mit seiner Familie in die Stadt an der Ruhr. Er wuchs in Speldorf auf, besuchte die dortige Grundschule - und die Erinnerungen aus jener Zeit hat er in Erzählgedichte gefasst. „Ruhmesblätter mit Linsengericht“ lautet der Titel eines neuen Bandes, der im Ludwigsburger Pop Verlag erschienen ist. (weiterlesen)
 Matthias Buth (Hg.): Der Himmel über Philomena. Auschwitz sieht uns an. Eine Anthologie zur Kulturgeschichte. edition philomena – Bücher des Philomena-Franz-Forums e.V.
Band 1, 226 S,.ISBN 978-3-86356-351-6, €[D]19,50

Klaus Martens: Hirnkübel. Reihe Lyrik Bd. 175 . 87 S., 978-3-86356-362-2, €[D] 16,50. Diese erhöhte Aufmerksamkeit für innere, häufig fast unsichtbare Zusammenhänge ist es, was Klaus Martens Gedichte im Innersten verbinden und sie so zu einem sinnvollen Ganzen fügen: einer melancholischen, aber doch nicht hoffnungslosen Hommage an den nach bestem Wissen und Gewissen geführten Lebenskampf, wie Thomas Mann es einmal formulierte.
Stefanie Golisch

Dagmar Dusil: Entblätterte Zeit. Kurzgeschichten. Reihe Epik . Bd. 131, 196 Seiten,  ISBN 978-3-86356-359-2; €[D]16,50. Entblätterte Zeit ist Dagmar Dusils zweiter Kurzgeschichtenband. Von den Bewohnern eines Dorfes, die sich mit der Ankunft eines Paketes am Wendepunkt ihres Lebens wähnen, von Inga und ihrer von Metallen geprägten Kindheit, vom Hund Liberty, der beinahe eine politische Krise auslöst, vom Wettermacher und seinen Wolkenkanonen, von der trügerischen Idylle eines Bergdorfes, wo Wälder abgeholzt werden, von der Siebzehnjährigen, die einen Hundertmeterlauf vor sich hat und das Ziel nie erreichen möchte, von Mioara, die zu Marie wird und im Zwischendasein der auseinander driftenden Identitäten gefangen ist.

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