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MATRIX 4/2019 (58) • Zwanzig Tage – zwanzig Romane

Horst Samson: Das Meer im Rausch. Gedichte und Bilder. Lyrikreihe Bd. 140; ISBN 978-3-86356-285-4; 175 Seiten, €[D]19,90
Dich rufe ich erneut an, lieber Gott der Literatur. Verzeih mir bitte, aber ich kann den Sinn meiner Schritte schon wieder nicht mehr ausmachen.
Ich habe gestern einen Autor kennengelernt, der mir offen sagte, er habe ohne seinen Verlag gar nicht existieren können. Mit dabei stand auch ein anderer, der genauso offen zugab, er brauche so etwas überhaupt nicht, er suche unbedingt und sofort eine Druckerei, um die Welt mit seinem Werk zu beglücken. Einem weiteren Autor reichte ein Copyshop, um sein Opus unter die Leute zu bringen. Und es gab noch einen, der meinte, „jemand“ sei verpflichtet, ihn zu publizieren. Sogar eine Behörde, die sehr viel Geld in die Hand nimmt, um NICHTS zu tun für Autoren, die sowieso irgendwie und irgendwann verlegt werden, war vertreten. Dazu eine Einrichtung, die für Selfpublishing warb. Ein Verlag, der ohne Autoren nicht existieren kann, durfte natürlich nicht abwesend sein. Genauso wie einer, der keine Autoren braucht.
Um Klarheit zu schaffen: Wir sprechen hier und jetzt über Literatur und nicht über Literatur 2.0, 3.0, 4.0 usw. Verzeih mir, lieber Gott der Literatur, aber ich dachte, du hättest mir empfohlen, an der größten Buchmesse der Welt teilzunehmen. -->mehr
Betrachtest du dich als eine Vertreterin des nordischen Jazz?

Natürlich bin ich ein Teil davon. Das hat weniger mit den Fjorden zu tun und mit den Bergen, als vielmehr mit der Tatsache, dass wir eine kleine Gemeinschaft sind, in der jeder jeden kennt, in deren Rahmen wir uns treffen und interagieren. Wir haben schon vor vielen Jahren die Grenzen der Genres überschritten, und seitdem ist dieses Gemisch jenseits eines Genres so intensiv geworden, dass es mit Sicherheit uns alle beeinflusst hat. Eine anderer Aspekt ist der, dass Skandinavien eine spezifische musikalische Tradition hat, ich kenne aber nur die norwegische näher. Und es gibt natürlich einige sehr wichtige Leute, wie Jan Garbarek oder Jon Christensen, die die grundlegende Arbeit geleistet haben. Jan war der erste, der die afro-amerikanische Musik mit norwegischen Elementen versetzt hat. Leute wie die beiden sind eine Quelle der Inspiration.
(Sidsel Endresen)
"Was beim Durchblättern sofort ins Auge sticht, sind 'Emoji-Gedichte', die Sagurna großzügig über die Sammlung gestreut hat. Gedichte aus Emojis? Gut möglich, dass wir es hier mit einer Weltpremiere zu tun haben. Man ist von ferne erinnert an die deutschen Lautgedichte von Hugo Ball, aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts - nur eben mit den ulkigen kleinen Piktogrammen und Ideogrammen. Ein Spaß, sicher nicht mehr. Aber die deutsche Lyrik war immer schon ein weites Feld. Und sie kann auch kurzweilig sein.Immer zum Beispiel bei dem großen deutschen Dichter Hans Magnus Enzensberger. Der hat in seinem ganz aktuellen Buch auch noch einmal Grundsätzliches zu der Gattung formuliert: »Weit verbreitet ist auch die Vorstellung, G.e seien schwierig. An dieser Mystifikation sind ihre Urheber nicht ganz unschuldig. Tatsache ist jedoch, dass Texte dieser Gattung meistens leichter verständlicher sind als Parteiprogramme, Allgemeine Geschäftsbedingungen oder Gebrauchsanleitungen. Im übrigen irren Menschen, die behaupten, G.e seien ihnen fremd. Personen, die keinerlei Texte auswendig können, sind extrem selten. Weithin bekannte G.e sind beispielsweise das Vaterunser, Hänschen klein, die Nationalhymne, I Can Get No Satisfaction, diverse Abzählverse und je nach Geburtsdatum, zahllose Schlagertexte, bekannt aus Film, Funk und Fernsehen. Erwähnung verdienen einige andere Eigentümlichkeiten dieser Textsorte. Zum einen gibt es schlechterdings nichts, von dem ihre Verfasser, die Dichter, nicht sängen und sagten. In diesem Sinn sind G.e im Gegensatz zu den meisten Prosaformen, Allesfresser. Im allgemeinen zeichnen sie sich ferner durch Kürze aus. G.e in Romanlänge sind eher die Ausnahme. Das mindert den Zeitaufwand, der zu ihrer Lektüre erforderlich ist.« Schöner kann man s nicht formulieren. Sagurnas Gedichte entbehren nicht einer gewissen Lakonie. Das ist im Übrigen auch ein wesentliches Merkmal von Lyrik: Auf einmal bleibt ganz viel weiß.“ OLDENBURGISCHE VOLKSZEITUNG⎜Dirk Dasenbrock

 

„Horst Samson … spricht an- klagend von Exil, von ,Niemandlingen‘, die nicht allein das Land ihrer Träume, sondern auch die Bitternis der Fremdheit erleben. Überall trägt der Ent- wurzelte das Gepäck der Erinnerungen mit sich. Sie speisen die Imagination bei der emotionalen Naturbegegnung – kein anderer rumäniendeutscher Autor hat solch tiefgründige Meeres-Lyrik geschrieben wie er! –, generieren das ,Imaginäre‘, in dem sich der Dichter bei seinen Erkundungen an vielen Orten fast bis ,ans Ende der Welt‘ bewegt … Unrast ist des Dich- ters ständiger Begleiter, auch in den Gedichten über Liebe und Tod, über Schönheit und Verfall, Vergänglichkeit und Trauer.“ 
Walter Engel

 

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